アートフェア東京2025年、ブース: ポーラ美術財団、作家コメント/ A Text for the art fair Tokyo, Pola Art Foundation, 2025

展覧会によせて

日本からウィーンに引っ越してもうすぐ8年が経つ。有難いことに研修員や奨学生として、制作を続けられている。若干テーマは違えど、どの時期も、文様の歴史の探究、純粋美術と装飾美術の境界、テキストとイメージのbridge、抽象絵画、また自分自身の母語の外での経験など、複数のsubjectが蔦の蔓みたいに規則的にお互い絡まりあって、有機的に成長していった期間だったと思う。その蔦の蔓を眺めていると、自分の芸術の実践の根底にはいつも「言語」に対する問いがあると気がつく。時々自分でもびっくりするほど、私には伝えたいことがたくさんある。だから自作の媒体やジャンルは多様、というよりどんどん拡がっていく。一見まとまりのない作品群に見えるかもしれないが、例えば森には木があり草があり池があり動物がいる。森のなかのエコロジーは人間が気がつかないうちにどんどん変様する。もちろん作品は一作品ずつ自立(individual)した存在だが、私という森を構成しているうちの要素のなかからやって来たものだと思って鑑賞してくだされば嬉しい。

I have been living Vienna in 8years. I feel like I am a lucky person because I can continue to work there by support. When I was a grantee and a scholarship student, I worked with several a few different theme. I have been interested in many different a field of culture. My interests are an exploring a history of pattern, a betweenness between apply art and fine art, to bridge a text and an image, abstract paintings, Exophony and so on. A multitude of such my various interests twin each other by their growing up. I feel like a I develop my artist practice organically, not such a scientific development. By seeing a multitude of such my various interests,I realised my artistic practice questions to about a language itself. Thus, l eager to express myself through producing my works.So, I naturally expand my media and a subject of my works. When an audience sees my works, they probably think I am a loose-thinking artist. Here I write a tip to how they can see my works smoothly. Each of my works are single pieces, but I recommend to they try to see my works as similar as do seeing a forest. A forest has trees, plants, soils, ponds, bugs, and animals et cetera. The forests´ ecology keeps changing, still the forest looks same before one tiny plant sprouts up and after a plant sprouts up. I do not show images in my works. I show my ecology, can tell I living for express. 

つる、つる、つる、(Tsuru,Tsuru,Tsuru)

Ausstellungsgestaltung // Ann Cotten & Kanako Tada
Kuration // Barbara Zwiefelhofer

Eröffnung // Di, 4. März 2025, 19.00 Uhr
宴会は始まった、そして鳥の足は切られた。
Die Vernissage hat begonnen, dem Vogel wurden die Beine abgeschnitten.
Einführung / Musik / Performance mit Ann Cotten & Kanako Tada sowie Mario Schlager

Event // Do, 5. Juni 2025, 18.00 Uhr

Laufzeit // 5. März 2025 bis 30. Juni 2025
Öffnungszeiten  // Mo–Do: 09.00–17.00 Uhr

つる、つる、つる、(Tsuru, Tsuru, Tsuru)

つる、つる、つる、(Tsuru, Tsuru, Tsuru) ist die erste gemeinsame Ausstellung der in Iowa/USA geborenen und in Wien aufgewachsenen Schriftstellerin Ann Cotten und der in Hiroshima aufgewachsenen, seit 2017 in Wien lebenden und arbeitenden Künstlerin Kanako Tada.

Aus unterschiedlichen künstlerischen und sprachlichen Zusammenhängen kommend teilen sie ein großes Interesse an Sprache. In ihrer gemeinsamen künstlerischen Forschung befassen sie sich mit der Ästhetik sprachlicher Systeme und wie in solchen Systemen die Beziehungen grammatikalischer Figuren in Erscheinung treten. In drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Japanisch) arbeiten heißt auch einen gewissen Kubismus leben, der immer neue Schlaglichter auf Gesellschaft, Normen und Gefühle wirft, dem die Einsichten hinterherstolpern.

Hellhörig für verschiedene Formen und Stile betreiben Cotten und Tada für sich und gemeinsam wildes, artiges und experimentelles Lesen, in der jeweils vertrauten wie in der unvertrauten Sprache. Während Tada Einflüsse aus Hiphop und dessen Aktionsmodus mit traditionellen Nähstilen kombiniert, Theorie und Literatur wie etwa von Susan Sontag oder Yoko Tawada liest und Bilder von Kumagai Morikazu oder Tatsuno Toeko zur visuellen Genealogie zählen könnte, verstrickt sich Cotten im Projekt ihrer materialistischen Poetik in Theorien der Bedeutung abseits des Mainstreams wie etwa von Oswald Wiener, Susan Blackmore, Henry Gates Jr. und 西田幾多郎 (Nishida Kitarō).

Im Literaturhaus Wien präsentieren Kanako Tada und Ann Cotten Schwerpunkte ihrer jahrelangen Zusammenarbeit – ergänzt um neue Arbeiten und ausgewählte intertextuelle und kunsthistorische Referenzen.

„Der Titel つる、 つる、 つる (Tsuru Tsuru Tsuru) spielt mit Klang, Form und Homophonie und ist der Wortspielerei von Tada entsprossen. Sprache besitzt neben der semiologischen auch eine künstlerische Wirklichkeit, die für ihre ständige Aktualisierung und Weiterentwicklung verantwortlich ist, aber aus der Perspektive der Alltagssprache kaum erfasst werden kann. Beim Anstarren unbekannter Buchstaben oder Zeichen kann Erhabenheit und Unruhe erlebt werden, bis hin zur Frustration. Doch aus der inneren Landschaft, die in der Zeit bis zur Bildung eines Verständnisses entsteht, sprießen mitunter Triebe in die Kunst hinein. Die Sprache ist ein riesiges Lebewesen (Elke Erb), mit dem wir alle zusammenleben. Sie kommt dahergespannt wie eine rankige Pflanze, schrumpft wie ein krampfender Muskel, hebt ab wie ein Kranich, um in eine ferne Gegend zu fliegen. Gene werden transportiert. Aber man kann es auch so sagen: Schlingpflanzen umschlingen den krampfenden Fuß, der Kranich schlägt hiflos mit den Flügeln.“ (Ann Cotten & Kanako Tada)

 

Literature Haus Vienna