an Octopus Touches a Mountain, 2026, textile collage with hand sitiching embroidery, 27×16.5cm

A text for ART FAIR TOKYO, POLA ART FOUNDATION, Crossing, Tokyo/ アートフェア東京

展覧会によせて

日本からウィーンに引っ越してもうすぐ8年が経つ。有難いことに研修員や奨学生として、制作を続けられている。若干テーマは違えど、どの時期も、文様の歴史の探究、純粋美術と装飾美術の境界、テキストとイメージのbridge、抽象絵画、また自分自身の母語の外での経験など、複数のsubjectが蔦の蔓みたいに規則的にお互い絡まりあって、有機的に成長していった期間だったと思う。その蔦の蔓を眺めていると、自分の芸術の実践の根底にはいつも「言語」に対する問いがあると気がつく。時々自分でもびっくりするほど、私には伝えたいことがたくさんある。だから自作の媒体やジャンルは多様、というよりどんどん拡がっていく。一見まとまりのない作品群に見えるかもしれないが、例えば森には木があり草があり池があり動物がいる。森のなかのエコロジーは人間が気がつかないうちにどんどん変様する。もちろん作品は一作品ずつ自立(individual)した存在だが、私という森を構成しているうちの要素のなかからやって来たものだと思って鑑賞してくだされば嬉しい。

I have been living Vienna in 8years. I feel like I am a lucky person because I can continue to work there by support. When I was a grantee and a scholarship student, I worked with several a few different theme. I have been interested in many different a field of culture. My interests are an exploring a history of pattern, a betweenness between apply art and fine art, to bridge a text and an image, abstract paintings, Exophony and so on. A multitude of such my various interests twin each other by their growing up. I feel like a I develop my artist practice organically, not such a scientific development. By seeing a multitude of such my various interests,I realised my artistic practice questions to about a language itself. Thus, l eager to express myself through producing my works.So, I naturally expand my media and a subject of my works. When an audience sees my works, they probably think I am a loose-thinking artist. Here I write a tip to how they can see my works smoothly. Each of my works are single pieces, but I recommend to they try to see my works as similar as do seeing a forest. A forest has trees, plants, soils, ponds, bugs, and animals et cetera. The forests´ ecology keeps changing, still the forest looks same before one tiny plant sprouts up and after a plant sprouts up. I do not show images in my works. I show my ecology, can tell I living for express. 

      Seaweed in landscape, 2025, water color and pencil, 21 x 14.8cm 

                 Examined seaweed, 2025, watercolor and pencil, 21 x 14.8 cm

YOSHINO ART CONNECT vol.4

I particitpate in the exhibition Yoshino Gypsum Art Foundation Overseas Training Grantees’ Results Presentation Exhibition at Spiral, Aoyama, Tokyo.

Duration: 2025.11.13(Thu)-2025.11.25(Tue), 2025

Since 2008, the Yoshino Gypsum Art Foundation, a public interest incorporated foundation, has been providing grants for overseas training for young artists and holding exhibitions to showcase the results of their training.
This fourth exhibition will feature works by 20 artists who have trained overseas.

<Exhibiting artists> *In alphabetical order Ohira Yukari / Okada Anri / Kaguraoka Kumi / Kikuchi Nao / Kunikawa Hiromi / Kurano Kazunori / Hikari Ichiichi / Shimoma Aiko / Shimomura Nana / Sugimoto Tatsuya / Sekine Emika / Sonoda Subaru / Takahashi Yudai / Tada Kanako / Hieda Naoto / Hojo Tomoko / Hoshino Kaoru / Horiuchi Yuki / Yashima Yohei / Yasuda Yo

吉野石膏美術振興財団 在外研修助成採択者成果発表展

公益財団法人吉野石膏美術振興財団は、2008年より若手芸術家の在外研修への助成を行い、研修後の成果を発表する展覧会を開催しております。
4回目となる本展では、海外で研修を行ったアーティスト20名による作品を展示いたします。

〈出展作家〉*五十音順
大平由香理/岡田杏里/神楽岡久美/菊池奈緒/國川裕美/倉和範/光一々/下間藍子/下村奈那/杉本龍哉/関根恵実香/園田昴史/高橋雄大/多田佳那子/稗田直人/北條知子/星野薫/堀内悠希/八嶋洋平/安田葉

Link: https://www.spiral.co.jp/topics/yoshino_art_connect

Me Speak, 2025, ballppoint pen and water color on paper, 20.8 x 14.6 cm

Singing Like a Song, 2025, textile collage with hand stitching embroidery on self dyed fabric, 22x16cm

Internationales Poesiefestival Erich Fried | Tag 2 ¡Lyrik!

16.00
Clemens J. Setz
„Der Krieg nebenan“. Über den amerikanischen Dichter James Tate
Vortrag

Der Georg-Büchner-Preisträger von 2021 Clemens J. Setz spürt den Gedichten und der Poesie des amerikanischen Dichters James Tate (1943–2015) nach, der vor genau 10 Jahren verstorben ist. Seine Gedichtbände, die ab 1967 erschienen sind, wurden zu Klassikern der amerikanischen Lyrik. Auf Deutsch erschien aber bislang lediglich ein Auswahlband (Der falsche Weg nach Hause, übersetzt von Jan Wagner, Berlin Verlag, 2004), der längst vergriffen ist. Setz vertieft sich in die Gedichte von James Tate, in seine Alltagsbeobachtungen, in sein humanistisches Weltbild, in seinen poetischen Kosmos, der Vorbild war für nachfolgende Dichter:innengenerationen.
„Tate entwickelte in seiner späten Dichtung eine besondere Art der scheinbar regellosen Anti-Parabel, die zum Merkwürdigsten gehört, was man in gedruckter Zeilenform lesen kann. Sogar unsere gewalttrunkene Gegenwart lässt sich mit ihr verstehen“, sagt Setz.

17.00
Logan February
Mental Voodoo
Lesung
Moderation: Christian Filips

Logan February, nicht-binäre:r Lyriker:in, Essayist:in, Sänger:in, Songwriter:in und LGBTQ-Aktivist:in stammt aus Nigeria und lebt zur Zeit als DAAD-Stipendiat:in in Berlin. 2024 erschien in deutscher Übersetzung der beeindruckende Gedichtband Mental Voodoo (Urs Engeler), der bei der Lesung im Mittelpunkt steht. In der poetischen Praxis eines mentalen Voodoo treffen präkoloniale, genderfluide westafrikanische Traditionen auf die queeren Diskurse unserer Zeit. Aus dieser Spannung entstehen neue Formen des Analogiezaubers, des Voodoo. „Ich komme aus einem heißen Land, das Magie / in seine Fäden verwebt. Im Dezember / hüllt der Sahara-Sand alles ein. / Sieht aus wie der Zerfall / den wir uns verdient haben.“ Es sind die Fragen nach Herkunft, nach Identität und nach Religion, die der intensiven und bilderreichen Sprache dieser Gedichte zugrunde liegen, Magie trifft Diskurs trifft Poesie. „Was hat das Chaos der Sprache getan / Bevor das Wort herabgerieselt ist wie Licht? // Dort habe ich gelebt, choreographierte Stille / Im wechselnden Atmen zwischen / Gedanke und Wort, Leben und Leben.“
Der Autor, Musikdramaturg und Regisseur Christian Filips hat den Band herausgegeben und (unter Mitarbeit von Peter Dietze) die Gedichte ins Deutsche übertragen.

18.30
Vortrag von Ann Cotten und Kanako Tada im Rahmen ihrer Ausstellung
Ausstellung, Performance
Vortrag von Ann Cotten und Kanako Tada im Rahmen ihrer Ausstellung
Einführung: Barbara Zwiefelhofer (Ausstellungs-Kuratorin)

つる、つる、つる、(Tsuru, Tsuru, Tsuru) ist die erste gemeinsame Ausstellung der in Iowa/USA geborenen und in Wien aufgewachsenen Schriftstellerin Ann Cotten und der in Hiroshima aufgewachsenen und seit 2017 in Wien lebenden und arbeitenden Künstlerin Kanako Tada.
In ihrer gemeinsamen künstlerischen Forschung in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Japanisch) befassen sie sich mit der Ästhetik sprachlicher Systeme und wie in solchen Systemen die Beziehungen grammatikalischer Figuren in Erscheinung treten.
„Der Titel spielt mit Klang, Form und Homophonie. Sprache besitzt neben der semiologischen auch eine künstlerische Wirklichkeit, die für ihre ständige Aktualisierung und Weiterentwicklung verantwortlich ist, aber aus der Perspektive der Alltagssprache kaum erfasst werden kann. Beim Anstarren unbekannter Buchstaben oder Zeichen kann Erhabenheit und Unruhe erlebt werden, bis hin zur Frustration. Doch aus der inneren Landschaft, die in der Zeit bis zur Bildung eines Verständnisses entsteht, sprießen mitunter Triebe in die Kunst hinein. Die Sprache ist ein riesiges Lebewesen (Elke Erb), mit dem wir alle zusammenleben.“ (Ann Cotten & Kanako Tada)

Die Ausstellung ist bis 30.6.2025 im Literaturhaus Wien zugänglich.

19.30
Rozalie Hirs & Geert Jan Mulder

dreams of airs
Performance
live-Sprechstimme: Rozalie Hirs
live-Video: Geert Jan Mulder

Die niederländische Komponistin und Lyrikerin Rozalie Hirs beschreitet in ihrer Arbeit experimentelle Wege, sowohl was ihre Musik anbelangt als auch in ihren literarischen Arbeiten. Sie verbindet Lyrik mit musikalischer Innovation und stellt oft traditionelle Instrumente neben elektronische Klänge.
Sie hat für das Stück dreams of airs die Lyrik und die Musikpartitur mitsamt der elektronischen Klänge geschaffen, Boris Tellegen und Geert Jan Mulder zeichnen für die Video-Installation verantwortlich. Es ist ein Zyklus aus Gedichten und Musik. Allerdings geht es nicht um die Vertonung von Texten, sondern um das Ausloten der Beziehungen zwischen Poesie und Ton, um den Dialog zwischen Sprache und Musik. Eingesetzt wird auch der Effekt des „binaural beatings“, ein psychoakustisches Phänomen, das sich bildet, wenn dem Gehör auf jedem Ohr ein separater Ton mit leicht abweichender Frequenz dargeboten wird und so ein neuer Ton entsteht. Im Stück schafft dieser Effekt dynamische Klanglandschaften, die das Publikum durch verschiedene emotionale und mentale Zustände führen soll. Das dreisprachige Libretto (Englisch, Deutsch und Niederländisch) ist eine Aufforderung zur Verständigung, ein idealistisches und humanistisches Manifest, eine Meditation über Sprache, Musik und Traum.

Auf Wunsch der Künster:Innen wird dreams of airs nicht gestreamt.

 

Literaturhaus Wien, in Kooperation mit der Internationalen Erich Fried Gesellschaft

Hier kommen Sie zu den anderen Veranstaltungen des Festivals:
Internationales Lyrikfestival Erich Fried Verkehrte Zeit
Eröffnung
Tag 1, 4.6.2025
Tag 3, 6.6.2025

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